
Von L0 bis L3: Was ist der Unterschied zwischen L1, L2 und modernen Blockchains?
Die moderne Blockchain ist eine mehrschichtige Web3-Architektur, die aus Layer 0, Layer 1, Layer 2 und Layer 3 besteht. Die mehreren Ebenen sind aufgrund der Einschränkungen einer einzelnen Kette entstanden: Kein Netzwerk kann gleichzeitig schnell, kostengünstig und vollständig dezentralisiert sein. Daher hat das Blockchain-Ökosystem die Funktionen auf die verschiedenen Ebenen verteilt – grundlegende Sicherheit und Konsens bleiben auf den unteren Ebenen, während Skalierung und Benutzeranwendungen nach oben verlagert wurden, wodurch Web3 skalierbarer und benutzerfreundlicher geworden ist.
Layer 0: Grundlage für die Erstellung von Blockchains
Layer 0 ist die unterste Ebene der Blockchain-Architektur und verantwortlich für die grundlegende Infrastruktur. Sie stellt ein fertiges Set an Werkzeugen bereit, die für den Start und Betrieb anderer Netzwerke notwendig sind: Konsensmechanismen, Sicherheitslösungen, Programmiersprachen, SDKs sowie Bridges für die Interaktion zwischen zukünftigen Blockchains.
Dank dessen müssen Entwickler nicht alles von Grund auf neu erstellen. Die grundlegende Logik ist bereits auf der L0-Ebene verankert, was den Start neuer Layer-1-Netzwerke erheblich vereinfacht und beschleunigt. Faktisch fungiert L0 als eine Art Baukasten, auf dessen Basis eigene Blockchains mit individuellen Einstellungen aufgebaut werden können.
Solche Netzwerke sind relativ selten. Die bekanntesten Beispiele für Layer 0 sind Cosmos und Polkadot. Eine ähnliche Technologie existiert auch bei Avalanche, wird jedoch seltener genutzt als bei den beiden erstgenannten Projekten. Blockchains, die auf dieser Infrastruktur aufgebaut werden, verfügen in der Regel über eigene native Token und entscheiden selbst, womit Nutzer Transaktionsgebühren bezahlen.
Damit legt L0 das Fundament für groß angelegte Blockchain-Ökosysteme, in denen sich verschiedene Netzwerke parallel entwickeln können und dabei miteinander kompatibel bleiben.
Layer 1: Der grundlegende Typ von Blockchains
Die ersten Blockchains, darunter Bitcoin, wurden als dezentrale Register zur Aufzeichnung von Transaktionen geschaffen. Sie nutzten Mechanismen wie Proof of Work, die ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisteten, jedoch offensichtliche Nachteile hatten – geringe Geschwindigkeit und hohe Gebühren.
Mit dem Aufkommen von Ethereum erhielten Blockchains gewissermaßen ein „zweites Leben“ durch Smart Contracts. Diese ermöglichten die Entwicklung dezentraler Anwendungen, DeFi-Protokolle und NFTs. Allerdings stand das Netzwerk bald vor einem neuen Problem: Je mehr Nutzer und Anwendungen hinzukamen, desto schwieriger wurde es, das System zu skalieren, ohne an Effizienz zu verlieren.
Heute zählen zu Layer 1 unter anderem Netzwerke wie Ethereum, BNB Smart Chain (BSC), Solana, NEAR, SUI, Aptos, SEI, Monad, Polygon und weitere.

Alle diese Netzwerke verfügen über einen eigenen nativen Token, mit dem Transaktionsgebühren (Gas) bezahlt werden. Gleichzeitig können sich diese Blockchains erheblich voneinander unterscheiden.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen L1-Netzwerken sind:
- der Konsensmechanismus;
- der Grad der Dezentralisierung;
- die Geschwindigkeit der Transaktionsbestätigung;
- die Höhe der Transaktionsgebühren.
So gilt Ethereum als eines der am stärksten dezentralisierten Netzwerke, weist jedoch Nachteile bei Transaktionsgeschwindigkeit und Kosten auf. Die BNB Smart Chain (BSC) hingegen arbeitet deutlich schneller, was teilweise durch eine geringere Anzahl an Validatoren erreicht wird, die das Netzwerk kontrollieren.
Damit ist Layer 1 das Herzstück der Blockchain. Genau hier wird das Gleichgewicht zwischen Sicherheit, Dezentralisierung und Leistungsfähigkeit festgelegt – und diese Entscheidung bestimmt maßgeblich, wie sich das gesamte Ökosystem weiterentwickelt.
Layer 2: Wenn Geschwindigkeit wichtiger ist
Layer 2 entstand aus einem einfachen Problem: Layer-1-Netzwerke kommen mit der Belastung nicht mehr zurecht.
Ethereum bleibt eines der am gründlichsten geprüften und sichersten Netzwerke, wurde jedoch auf Basisebene nicht für eine massenhafte Nutzung konzipiert. Eine drastische Erhöhung der Geschwindigkeit ist ohne einen vollständigen Umbau der Architektur kaum möglich. Genau deshalb entstand statt einer Veränderung des Fundaments ein anderer Ansatz – Aufbauten in Form von Layer-2-Lösungen.
Netzwerke der zweiten Ebene verarbeiten Transaktionen außerhalb der Haupt-Blockchain, bündeln sie und übermitteln nur die Ergebnisse periodisch an Ethereum zur finalen Bestätigung. Dadurch:
- sinken die Gebühren um ein Vielfaches;
- werden Transaktionen deutlich schneller bestätigt;
- bleibt die Sicherheit des Basisnetzwerks erhalten.
Auch wenn die Interaktion auf Layer 2 stattfindet, erfolgt die endgültige Verankerung der Daten auf Ethereum, weshalb die Transaktionsgebühren in ETH bezahlt werden. Für den Nutzer kosten diese Vorgänge in der Regel jedoch nur wenige Cent.
Zu den beliebtesten Layer-2-Lösungen zählen Optimism, Arbitrum, Linea, BASE, zkSync, Metis und weitere. Sie bilden bereits die Grundlage für zahlreiche DeFi-Protokolle und Anwendungen.
Interessanterweise geht das Layer-2-Konzept heute über Ethereum hinaus. Auch andere Blockchains beginnen, ähnliche Ansätze zu nutzen, um die Sicherheit der Basisschicht mit hoher Performance und niedrigen Gebühren zu kombinieren.
Layer 3: Spezialisierung und bessere Benutzererfahrung
Die dritte Ebene eröffnet Entwicklern die Möglichkeit, Produkte auf Basis der Layer-1- und Layer-2-Infrastruktur zu entwickeln, ohne dabei auf deren Standardkonfigurationen beschränkt zu sein. Layer 3 erlaubt die Schaffung von Umgebungen mit eigener Logik, eigener Ökonomie und eigenen Regeln, die gezielt für bestimmte Anwendungsfälle optimiert sind.
Auf dieser Ebene entstehen hochspezialisierte Lösungen: Blockchains und Protokolle für Gaming, Trading, NFTs oder dezentrale Börsen. Dieser Ansatz ermöglicht es, den Fokus nicht auf Universalität zu legen, sondern auf maximale Benutzerfreundlichkeit und Performance für einen konkreten Use Case.
Zu den Beispielen für Layer 3 zählen APE Chain, Superposition und Xai – Netzwerke, die für spezifische Ökosysteme und Anwendungstypen entwickelt wurden, bei denen die Nutzererfahrung im Vordergrund steht.
Damit ist L3 die Ebene der Spezialisierung, die Blockchain nicht nur technisch möglich macht, sondern sie komfortabel und an die realen Bedürfnisse der Nutzer anpasst.
Fazit:
In der Praxis muss der Nutzer nicht alle technischen Unterschiede zwischen den Layern verstehen, wenn die Wallet diese Komplexität übernimmt. Im HOT Wallet sind über 140 Blockchains verfügbar, außerdem sind alle wichtigen Ebenen der Blockchain-Ökosysteme zugänglich:
- L0, darunter Avalanche;
- L1, darunter Ethereum, BNB Smart Chain (BSC), Solana, NEAR, TON, Stellar und weitere;
- L2-Lösungen wie Optimism, Arbitrum, Linea, BASE, zkSync, Metis und andere;
- L3-Netzwerke wie APE Chain, Superposition, Xai.
Dank integrierter Cross-Chain-Bridges kann der Nutzer Vermögenswerte zwischen den Netzwerken schnell und mit minimalen Gebühren transferieren. Die Funktion „Gas Refuel“ ermöglicht es, den nativen Token für die Zahlung von Gebühren im neuen Netzwerk zu erhalten, ohne auf externe Dienste zurückgreifen zu müssen. Dadurch erfolgt die Arbeit mit verschiedenen Blockchain-Ebenen in einer einzigen Benutzeroberfläche – schnell, sicher und ohne zusätzliche technische Schritte.
Eine Geldbörse. Viele Netzwerke. Maximale Möglichkeiten.
In 30 Sekunden starten:
⬇️ Download HOT Wallet




















